Alpenüberquerung

Die Alpenüberquerung ist auch heute noch ein Abenteuer. Der Traum eines jeden Ballonfahrers. Aber die Ueberquerung eines Gebirges setzt eine grosse Erfahrung voraus, denn das Ziel ist gegeben und eine vorzeitige Landung kann lebensgefährlich sein. Um ein solches Wagnis zu verantworten sind gute meteorologische Kenntnisse, das Einssein des Piloten mit seinem Ballon ein absolutes Muss. Umsomehr, als das Vertrauen der Passagiere in ihren Piloten unendlich ist und daher gerechtfertigt sein muss. Aber wer einmal als Passagier bei diesem grandiosen Erlebnis mit dabei war, möchte wieder mit dabei sein. Heutzutage wird praktisch nur noch mit Heissluftballonen über die Alpen gefahren, vorzugsweise mit Grossraumballonen. Mit diesen kann der Startplatz den Windverhältnissen entsprechend gewählt werden und es sind lange und sichere Fahrten möglich.

Eine Alpentraversierung setzt eine gute Grundkondition der Mitfahrenden voraus. Wie steigen auf Höhen bis 6000 Meter auf, ab 4000 Metern wird zusätzlicher Sauerstoff eingeatmet. Im Ballon herrschen teilweise Minustemperaturen bis 30 Grad. Aufgrund der meteorologischen Bedingungen überqueren wir die Alpen im Winterhalbjahr. Es muss Nordwind herrschen mit genügend Geschwindigkeit damit wir den Süden auch erreichen - meistens erfolgt die Landung in der Poebene. Der Nachfahrer hat ungleich länger als der Pilot, meistens erreicht er den Landeort Stunden später. Die Mannschaft hat die Hülle schon eingepackt und wartet nur noch darauf bis der Korb auf den Anhänger verladen werden kann. Das Abenteuer wird mit einem feinen italienischen Nachtessen abgerundet. Die Rückfahrt erfolgt am nächsten Morgen.

Andy Hunziker hat 1977 das erste Mal die Alpen mit einem Gasballon überquert.1987 wagte ein Schweizer Fernsehteam mit ihm die erste Hochalpentraversierung im Heissluftballon. Ein wagemutiges Unterfangen der ganz besonderen Art. Nachzulesen im Detail in seinem Buch“Wind und Wolken als Begleiter“.

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